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Die Rolle der nicaraguanischen Kirchen angesichts der politischen Krisen – Online-Veranstaltung am 25.2.2021 von 19 h – 21 h

Mit dem nicaraguanischen Soziologen Álvaro Augusto Espinoza Rizo vom Center for the Interdisciplinary Research on Religion and Society der Universität Bielefeld

Anmeldung für die Zoomveranstaltung bitte bis zum 15.2. an: anmeldung@infobuero-nicaragua.org

Nicaragua ist ein sehr gläubiges Land, in dem die Religion historisch gesehen einen starken Einfluss auf die Gestaltung der politischen Agenden hat. Aufgrund ihrer starken Beteiligung an den Protesten von 2018 wird die katholische Kirche derzeit als Hauptakteur gegen die Regierung identifiziert und genießt eine starke Legitimität. Im Gegensatz dazu haben sich die evangelischen Kirchen, die traditionell als Verbündete des Regimes identifiziert wurden, fragmentiert und haben in politischer Hinsicht in der Bevölkerung an Glaubwürdigkeit verloren.

Beide Kirchen waren und sind jedoch für das politische und soziale Leben des Landes von grosser Bedeutung, insbesondere seit 2018.

In diesem Vortrag wird im ersten Teil die Rolle der katholischen und evangelischen Kirchen während des sozialen Ausbruchs von 2018 analysiert und im zweiten Teil ihre Rolle in den fast drei Jahren seit der Krise. Darüberhinaus wird ihre mögliche Beteiligung auf dem Weg zu Frieden, institutioneller Ordnung und sozialer Gerechtigkeit in den Blick genommen.