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Was haben die aktuellen Proteste in Chile, die unmenschlichen Bedingungen der Schlachthöfe in NRW, die Demokratie und unser neues Bildungsprojekt creando lazos gemeinsam?

Nachdem sich dort Corona Hotspots entwickelten, sind im April zum wiederholten Male die skandalösen Arbeits- und Wohnbedingungen der Schweineschlachtereien in Niedersachsen und NRW an die Öffentlichkeit gelangt, die seit Jahren bekannt sind ohne dass es bisher zu Verbesserungen für die Betroffenen geführt hätte. Die Gewinne der Fleischindustrie und das Recht auf billigen Fleischkonsum sind in Deutschland „systemrelevant“.

Seit Oktober kommt Chile nicht zur Ruhe: Die Protestierenden stellen das zugrunde liegende neoliberale Wirtschaftssystem infrage und fordern ein Leben in Würde und inklusive Demokratie. Überall sind asambleas (basisdemokratische Nachbarschafts-versammlungen) und cabildos (Selbstverwaltungsvereinigungen) entstanden, die in der Forderung nach einer Verfassungsgebenden Versammlung kumulieren. Was viele nicht wissen: Die Bewegung der asambleas gibt es in Chile schon seit 2011, ist in der Auseinandersetzung um den Schweinemastbetrieb in Freirina entstanden und seither zu einer breiten Bewegung geworden. 
In unserem Bildungsprojekt (siehe oben) bereiten wir Materialien für Junge Erwachsene zur Auseinandersetzung um Demokratie und Menschenrechte vor. Dabei stellen wir auch die Nachbarschaftsversammlungen in Lateinamerika als besondere Form der Demokratie dar.

Eine Kostprobe geben wir hier schon vorab mit dem Video Freirina Rebelde, den wir gekürzt mit deutschen Untertiteln bearbeitet haben und mit der Abschlußerklärung des ersten Nationalen Treffens der Asamblea-Bewegung Chiles 2013.

Übrigens mußte der Schweinemastbetrieb in Freirina seine Produktion einstellen, während die deutschen Schlachthöfe mit geringen Änderungen weiter produzieren.

Die Öffentliche Erklärung der 1. nationalen Konferenz der asambleas in Freirina könnt ihr euch hier als PDF runterladen (auf Deutsch).