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Das chinesische Bergbauunternehmen vertreibt die Einwohner von Rosita von ihrem Land. „Wir fühlen uns hilflos“ sagen die Bewohner.

Minera china despoja de propiedades a habitantes de Rosita. “Nos sentimos en indefensión“, denuncian pobladores

La Prensa , 3.2.2026 weiter unten ein Bericht von Riff-Reporters zu chinesischen Bergbauunternehmen
Nicaragua: Landraub an Indigenen für chinesische Bergbaukonzerne

sowie von Confidencial 13.10.2025 – Carlos F. Chamorro Chinese “Intermediaries” Behind Nicaragua’s Mining Concessions

Die Arbeiter der Santa Rita Mining Company nehmen Messungen an Santa Rosita Grundstücken vor. Sie sagen den Eigentümern, dass das Land der Santa Rita Mining Company gehört. 3.356,90 Hektar – seit 5. März 2019 ist die Santa Rita Mining Company Konzessionär.

Die Usurpatoren werden nicht von der örtlichen Polizei begleitet, sondern von einer eigenen Sicherheitstruppe.

weiter siehe unter obigem Link

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Nicaragua: Landraub an Indigenen für chinesische Bergbaukonzerne

RiffReporter international 13.1.2026
vom Recherche-Kollektiv Südamerika+ReporterinnenUlrike Prinz

Die Diktatur erklärt Landstreifen entlang der Grenzen zum Staatseigentum. Das Land schachert sie chinesischen Bergbaukonzernen zu – und kassiert mit ab. RiffReporter sprach mit einem Mitglied des Netzwerks Indigener Verteidiger:innen über die Hintergründe.

Über Nacht erklärte die Regierungsclique in Nicaragua im August 2025 einen 15 Kilometer breiten Grenzstreifen zum Staatseigentum und stellte ihn unter Militärkontrolle. Eine weitere Willküraktion der linken Diktatur unter Daniel Ortega und Rosario Murillo – und ein Schock für die an der Karibikküste lebenden Indigenen und Afro-Gemeinden. Das Dekret bedeutete für sie nicht nur Landverlust, sondern das Ende ihrer Selbstverwaltung.

Alte Traumata wurden wach. „Die Älteren fühlten sich an die Navidad roja von 1981 erinnert“, berichtet ein Mitglied des Netzwerks Indigener Verteidiger:innen (RDI), das anonym bleiben möchte. Während der sogenannten „Roten Weihnachten“ wurden damals rund hundert indigene Gemeinden aus der nordöstlichen Grenzregion zu Honduras vom Río Coco ins Landesinnere nach Tasba Pri zwangsumgesiedelt im Namen der nationalen Sicherheit.

Die Karte von Marcos Williamson Cuthbert zeigt die Indigenen und Afrodeszendenten Gemeinden von Nicaragua (2016)

Daniel Ortega ist die Autonomie und die damit verbundene Selbstbestimmung der Indigenen Völker jedoch ein Dorn im Auge. Seit er 2007 erneut zum Präsidenten gewählt worden war, höhlte er die verfassungsrechtlich verankerten Autonomierechte beständig aus. Er setzte in einigen Gebieten parallele Gemeinde- und Territorialregierungen ein und manipulierte, nach Beobachtung der Nichtregierungsorganisation Urnas abiertas die regionalen Wahlen.

Im Jahr 2014 startete eine massive Invasion von Siedler:innen. „Das hat zu sehr viel Gewalt geführt“, sagt das Mitglied des RDI. „Zwischen 2015 und 2025 wurden mehr als 80 Indigene ermordet und mehr als 170 verletzt.“ Per Resolution erkannte der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte schon vor zehn Jahren an, dass vier indigene Gemeinschaften durch Gewaltakte, Bedrohungen, Vertreibungen oder Landkonflikte akut bedroht sind.

Laut Confidencial vergab die Regierung Bergbau-Konzessionen an acht chinesische Firmen. Das passierte oft ohne Transparenz oder vorherige freie, informierte Zustimmung der betroffenen Gemeinden, sagte die inzwischen verbotene Nichtregierungsorganisation Fundación del Río. Mit der jüngsten Konzession, die am 7. Oktober 2025 an das chinesische Unternehmen Thomas Metal ging, wurden in den vergangenen zwei Jahren insgesamt mehr als 565.000 Hektar Land an diese acht chinesische Unternehmen vergeben. Das ist eine Fläche, die doppelt so groß wie das Saarland ist.

Das Unternehmen mit einer Beteiligung von über 190.500 Hektar ist Zhong Fu Development S.A. Es extrahiert Gold, Silber und Kupfer, unter anderem in den autonomen Regionen der Karibikküste, in den indigenen Territorien Mayangna und Miskito sowie im Biosphärengebiet Bosawás.

Laut Confidencial handelt es sich bei den chinesischen Partnern um private und sehr junge Unternehmen mit wenig Erfahrung und wenig Informationen hinsichtlich ihrer Rechenschaftspflichten angesichts möglicher ökologischer oder sozialer Auswirkungen auf die Bevölkerung. „Die chinesischen Betriebe geben an, das Land legal gepachtet zu haben. Aber der Bergbau wird dort illegal betrieben, denn es gab keine freie, vorherige und informierte Zustimmung, wie es das Gesetz vorsieht“, kritisiert das Mitglied des RDI. „Wir Indigenen wollen diese Menschenrechtsverletzungen sichtbar machen, denn für uns bedeutet die Autonomie unsere Demokratie.“

RiffReporter ist ein genossenschaftliches Online-Magazin.
Als Zusammenschluss freier Autorïnnen stehen wir für hochwertigen Journalismus und Recherchen mit Leidenschaft zu den relevanten Themen unserer Zeit. RiffReporter gehört Autorïnnen und Unterstützerïnnen zusammen.

Chinese “Intermediaries” Behind Nicaragua’s Mining Concessions

Confidencial 13.10.2025

 Amaru Ruiz: “Diese Bergbauunternehmen sind nicht an der chinesischen Börse gelistet. Es ist privates Kapital, ähnlich dem Schema des gescheiterten Interozeanischen Kanals und sie wurden erst kürzlich gegründet und sie junge Firmen. Es sind nicht staatliche Firmen, die Bergbau mit anerkannt guter Technologie betreiben.“ Nach kanadischem Kapital ist das chinesische Kapital der zweitgrößte Investor im Land. Zwei chinesische Firmen – Thomas Metal und Zhong Fu Development, halten 65% der Konzessionen, die den acht Firmen gewährt worden. Was wissen wir über diese Firmen, was haben sie in anderen Ländern gemacht? Thomas Metal wurden 2019 gegründet und hat keine Erfahrung in Bergbau. Ganz kürzlich wurde eine Bergbauaktivität im Kongo begonnen. Thomas Metal hat seinen Hauptsitz in Zengzhou und ist nicht an der chinesischen Börse gelistet und hat keine Erfahrung in Bergbau. Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf Metall schmelzen, nicht auf Abbau. 
Es sind junge Firmen mit wenig Erfahrung und Kenntnissen über Umwelt- und soziale Auswirkungen der Aktivitäten, sowie Vorschriften zur Beteiligung. Die Regierung erlaubt Abbau in Naturschutzgebieten. Es gibt keine Information, ob der nicaraguanische Staat Vorteile von der Konzessionsvergabe hat. Nach Reports der chinesischen Botschaft gibt es keinen chinesischen Bergbauinvest in Nicaragua, es wird investiert in Energie, Flughafen und Handelsinvestitionen. 
Diese Firmen scheinen also außerhalb des zwischenstaatlichen Korridors zu arbeiten.

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