Die „fünfte Kolonne“, die bereits im Land tätig ist
Confidencial 18. Mai 2026 – Julio Lopéz Campos
Historisch wird der Ausdruck „fünfte Kolonne“ einem spanischen General zugeschrieben, der während des Bürgerkriegs einen Angriff auf Madrid, das damals unter republikanischer Kontrolle stand, mit vier bewaffneten Kolonnen vorbereitete. Der Militär überraschte, indem er erklärte, dass die wichtigste und entscheidendste die „fünfte Kolonne“ sei: geheime Einheiten, die von innen aus der Stadt operieren würden.
In Nicaragua geht es darum, einen einen komplexen und langwierigen Prozess voranzutreiben und zu kanalisieren.
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Wir sprechen von Bürgern, die anfangs ohne jegliche organische Verbindung agieren. Tausende Einzelwölfe sind jedoch überzeugt, dass andere dasselbe tun – oder tun werden.
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Das ist es, was verzweifelt und das unsichere Gewissen der Tyrannen destabilisiert: die Intuition, dass überall Bedrohungen sind; dass es ihnen zunehmend schwerfällt, El Carmen zu verlassen und ruhig den nächsten Platz zu erreichen; dass die Zeit der Rechenschaftspflicht naht. Gerade dieses ständige Misstrauen nährt Tag für Tag, dessen Politik von Angst und Terror überquillt.
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Diese Kräfte „von innen heraus“ entfalten sich allmählich als stiller demokratischer Widerstand isolierter Einzelpersonen und kleiner vertrauenswürdiger Gruppen innerhalb öffentlicher Institutionen, Militär- und Polizeiapparate sowie unter Bürgern von Stadtvierteln, Schulen, Universitäten, Fabriken und ländlichen Gemeinden. Es gibt einige niederträchtige Priester und engagierte Gläubige; arbeitslose Journalisten; Umweltschützer; Feministinnen; Aktivisten zahlreicher Organisationen, die inzwischen verboten sind; Bürger, die vom Regime verbittert und schlecht behandelt werden; still, unzufrieden und sogar ehemalige Akteure, die von der Diktatur selbst gesäubert wurden.
Es gibt auch Tausende von Nicht-Ortega-Sandinisten, die das Regime und den Chayismus ablehnen. Und natürlich diejenigen, die selbst für die Regierung oder die offizielle Partei arbeiten, still zur Dissidenz neigen.
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Diese Einzel- und Kleingruppeninitiativen könnten schrittweise in Netzwerke wachsender Vernetzung, Artikulation und politischer Organisation sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes umgewandelt werden. Und dann wird die blau-weiße Fahne wieder frei, ohne Angst, über diesem Land wehen, das weiterhin allen gehört.