Katholiken in Nicaragua sorgen sich um Bischof Juan Abelardo Mata | DOMRADIO.DE 12.8.2026
Die Sorge um den emeritierten Bischof Abelardo Mata Guevara in Nicaragua wächst. Nach seiner Festnahme ist sein Schicksal weiter unklar. Nun fordert die Interamerikanische Menschenrechtskommission Schutzmaßnahmen für den 80-Jährigen.
Der emeritierte Bischof der Diözese Estelí, Abelardo Mata Guevara (80), war nach CIDH-Informationen am 29. Juni zusammen mit den Priestern Rigoberto Delgadillo Sánchez und Francisco Morales sowie dem Diakon Wilfredo Arauz Rodríguez festgenommen worden. Nach zwischenzeitlicher Freilassung soll Mata nun unter Hausarrest stehen.
Hohes Alter und Vorerkrankungen
Nach CIDH-Informationen teilte das Innenministerium am 4. Juli mit, dass gegen den Bischof „ermittelt“ werde. Weitere überprüfbare Informationen über den Aufenthaltsort gebe es aber nicht, so die Organisation. Angesichts des hohen Alters und der Vorerkrankungen des Bischofs sei das besorgniserregend.
So wird auch die Forderung an den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte begründet. Die CIDH stuft die Situation Matas als „äußerst schwerwiegend und dringlich“ ein. Zudem seien Anfragen der CIDH von der sandinistischen Regierung Daniel Ortegas nicht beantwortet worden.
Der Festnahme vorangegangen war ein Gottesdienst, in dem der Bischof um Gebete für eine vom Staat verfolgte Kirche bat. Weil es seitdem keine Nachricht von Bischof Mata gibt, wächst auch die Sorge unter den Kirchenmitgliedern seiner Diözese. In einer offiziellen Mitteilung des Innenministeriums hieß es, dass seine „Vermögensverhältnisse und familiären Bindungen mit dem Priesteramt unvereinbar seien.
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