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IV Encuentro de Nicas Exiliadas en Hamburg – Ocho años de memoria viva

23. Mai 2026 in Hamburg

Am 23 Mai veranstaltete die Gruppe „Nicas im Exil“ in Hamburg mit Unterstützung des Nicaragua Vereins Hamburg, der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg und des Infobüro Nicaragua eine Gedenkveranstaltung für die Ermordeten des 30.Mai 2018.
Am nicaraguanischen Muttertag waren damals Hunderttausende Menschen aus Protest gegen die Repression des Regimes und aus Solidarität mit den Müttern der bis dahin Ermordeten auf die Straße gegangen. Scharfschützen ermordeten gezielt 11 Menschen darunter Jonathan Morazán Meza (21 Jahre). Seine Mutter Josefa Meza, die heute im Exil in der Schweiz lebt, berichtete auf der Veranstaltung in einem sehr anrührenden Gespräch mit zwei Müttern der Gruppe Nicas im Exil über ihren Sohn, das Leben nach seiner Ermordung und die Erinnerungsarbeit der Mütter.

Jonathan Eduardo Morazán Meza – AMA y No Olvida

Sie verlas eine Erklärung der Mütterorganisation AMA zum 8. Jahrestag des Massakers, in dem die Mütter betonen, daß es mit ihnen kein Vergessen und keine Amnestie geben wird. Ihre Erinnerungsarbeit ist ihr Widerstand. Sie fordern Gerechtigkeit und kämpfen gegen die Straflosigkeit. „Es gibt keine Demokratie ohne Gerechtigkeit“ sagte Josefa Meza aus tiefster Überzeugung.

Barbara Lucas überbrachte eine Grußbotschaft des Infobüros und betonte die Notwendigkeit der Aufarbeitung und des Zusammenseins im Exil für eine bessere Zukunft.

Nach dem Gespräch versammelten sich die Anwesenden im Innenhof des Bürgerzentrum, um Kerzen für die Ermordeten anzuzünden.

Sie wollen uns zum Schweigen bringen, rief eine junge Frau…….und die Anwesenden antworteten: aber wir werden weitersprechen, wir werden weiter die Repression anklagen, wir werden die Erinnerung hochhalten.

Danach wurden Kerzen für diejenigen entzündet, die nicht mehr unter uns sein können. Eine Kerze für jeden ermordeten Studierenden, eine Kerze für jede politische Gefangene, eine Kerzen für alle die flüchten mußten und eine Kerze für alle, die mit der täglichen Bedrohung leben müssen.

Und eine besondere Kerze für die Mütter, die weiterhin auf Gerechtigkeit hoffen.

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