Nicaragua – Traum oder Wirklichkeit
Der Wandel von einer emanzipatorisch partizipatorischen zu einer autoritär autokratischen Herrschaft
Nicaragua galt in den 1980er-Jahren als Beispiel einer gerechten Revolution. Nach dem Sturz einer Familiendiktatur nahm sie Alphabetisierung, Volksgesundheit und Landverteilung ernst und schuf zudem Grundlagen für eine partizipative Demokratie. Nach der Strangulierung durch wirtschaftliche Blockaden, militärische Interventionen sowie interne Verkrustungen und Fehlentscheidungen der Führung der Revolution folgte eine 16-jährige neoliberale Phase. Diese war zwar von Sozialabbau und Reprivatisierung geprägt, stellte jedoch eine demokratische Periode in der Geschichte des Landes dar. Seit 2006 regiert erneut Daniel Ortega. Sein Regime entwickelte sich zunehmend repressiv und schlug spätestens mit dem Aufstand von 2018 in eine offene Diktatur um.
Wie konnte es dazu kommen? Und welche Perspektiven stehen bevor?
Ein Gespräch zwischen einem deutschen Solidaritätsaktivisten der 1980er-Jahre und einem jungen Nicaraguaner über die Brücke zwischen Träumen und Wirklichkeit.
Mit Klaus Heß und Enrique Delgadillo, Moderation: Dieter Boden
Organisatorisches
Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Um die Planung zu erleichtern, wird um eine Anmeldung über die weiter unten angegebenen Kontaktdaten gebeten.
Um 16.00 Uhr folgen ein Vortrag mit anschließender Diskussion, die um 18.00 Uhr endet.
Auf der Veranstaltung kann Kaffee einer nicaraguanischen Kooperative erworben werden.
Eine Veranstaltung von das.donnerstagGespräch in Elberfeld-Nord, von Attac Wuppertal und dem Informationsbüro Nicaragua.