Hermann Schulz – Prophet in fernen Ländern

Langjähriger Direktor des Peter Hammer Verlags, engagiert in der Solidaritätsbewegung für Nicaragua, einer der Intellektuellen, die den Boom latinoamericano in Deutschland vertraten und der eine ähnliche Aufmerksamkeit für die Literaturen Afrikas erzeugen wollte, Ehrendoktor der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal, Träger des Bundesverdienstkreuzes… und – eben nicht zuletzt – Autor. Wie das literarische Werk des Schriftstellers Hermann Schulz mit seinem Wirken zusammenhängt und wie es sich in der Sattelzeit zwischen zwei Jahrhunderten entfaltet, soll in der internationalen Tagung „Hermann Schulz – Prophet in fernen Ländern“ besprochen werden, einer Veranstaltung der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften in Kooperation mit dem Literaturhaus Wuppertal.
Auf dem Programm stehen literaturwissenschaftliche und kulturpolitische Auseinandersetzungen mit dem Werk Hermann Schulz’, die ihn als engagierten Erzähler zwischen persönlicher Erfahrung, interkultureller Vermittlung und postkolonialer Reflexion zeigen. Thematisiert werden seine Beziehungen zu Nicaragua und zur Solidaritätsbewegung, seine Rolle als Autor für Kinder- und Jugend- sowie für erwachsene Leserinnen und Leser, Fragen von Stil, Fiktionalisierung und narrativer Gestaltung sowie zentrale Romane wie Die Nacht von Dar es Salaam, Therese. Das Mädchen, das mit Krokodilen spielte und Auf dem Strom, die unter interkulturellen und postkolonialen Perspektiven diskutiert werden.
Diese Veranstaltung findet am 9. April von 9:00 bis ca. 18:30 statt am Campus Grifflenberg, in Gebäude K, Raum K6 (K.11.17).
9:00 – 9:30 | Einführung
Prof. Dr. Ursula Kocher (Dekanin der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften): Grußwort
Sergio Ramírez Moncado (Madrid): Der Schriftsteller Hermann Schulz
Moritz Klein (Wuppertal): Aus dem Peter Hammer-Verlag
9:30 – 10:30 | Der Erzähler als beteiligter Beobachter
Lutz Kliche (Augsburg): Hermann Schulz in Nicaragua
Enrique Delgadillo Lacayo (Köln): Kommentare zu Ein Land wie Pulver und Honig
10:30 – 10:45 Pause
10:45 – 11:45 | Literatur für alle
Prof. Dr. Norbert Brieden (Köln): Rauls, Gretchens und Mama Sambonas ‚Spiel‘ mit dem Tod: Hermann Schulz als Bilderbuch-Autor
Ute Wegmann (Köln): Sein erster Fisch. Filmvorführung und Kommentar
11:45 – 12:00 Pause
12:00 – 13:00 | Interkulturelles Bewusstsein
Dr. M. Moustapha Diallo (Paderborn): Literarische Vermittlung interkulturellen Bewusstseins: Die Romane von Hermann Schulz
14:30 – 15:30 | Texträume
Prof. Marie A. Rieger (Bologna): Falsche Spuren und Irrwege in Hermann Schulz‘ Roman Die Nacht von Dar es Salaam
Apl. Prof. Dr. Andreas Meier (Wuppertal): Stil und Stilfragen als Schnittstelle zwischen Autor und Fiktionalisierung
15:30 – 15:45 Pause
15:45 – 16:45 | Postkoloniales Erzählen
Beatrix Burghoff (Wuppertal): Therese. Das Mädchen, das mit Krokodilen spielte. Einige Anmerkungen zur Entstehung, literarischen Entwicklung und Wirkung des Romans von Hermann Schulz
Dr. Julia Augart (Amsterdam): Wuppertal postkolonial: Lokale Kolonialgeschichte literarisch erschließen am Beispiel Hermann Schulz‘ Roman Therese. Das Mädchen, das mit Krokodilen spielte
16:45 – 17:00 Pause
17:00 – 18:00 | Internationale Solidarität
Klaus Hess (Wuppertal): Rolle und Bedeutung von Hermann Schulz für die Nicaragua Solidarität und die politische Öffentlichkeitsarbeit für die sandinistische Revolution
Hier das Programm in digitaler Form
Eine Online-Teilnahme ist möglich über den Link
https://uni-wuppertal.zoom-x.de/j/6386628481?pwd=UklZQlpOdU5CeExJVm5BTENPZHdtdz09
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten hier